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Weitere Hinweise zur Arbeitssicherheit


Unterweisungen

Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfasst Anweisungen und Erläuterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet sind. Die Unterweisung muss bei der Einstellung, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen (ArbSchG. §12). Die Unterweisung muss an die Gefährdungsentwicklung angepasst sein und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt werden, mindestens aber einmal jährlich erfolgen; sie muss dokumentiert werden (GUV – V A1). Für spezielle Arbeitsmittel, u.a. Verwendung von Gefahrstoffen, ist anhand von Betriebsanweisungen eine Unterweisung der Mitarbeiter vorzunehmen. Diese Unterweisung sollte für die Mitarbeiter in verständlicher Form erfolgen (GefStoffV.).

 

Folgende Themenbereiche können zur Unterweisung verwendet werden:

Allgemeine Hinweise

  • Organisation der Ersten Hilfe (Ersthelfer im Gebäude, Position des Erste-Hilfe Materials und der Defibrillatoren)
  • Organisatorischer Brandschutz ( Position der Feuerlöscher und des Sammelplatzes, Verlauf der Fluchtwege etc.)
  • Informationen zum Heben und Tragen von Lasten  
  • Verwendung von Leitern und Tritten 

 

Büro- und Bildschirmarbeitsplätze

  • Hinweise zum Einrichten von Bildschirmarbeitsplätzen 
  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung (Augenuntersuchung nach berufsgenossenschaftlicher Vorschrift G 37) 

Laboratorien und Werkstattbereiche

  • Arbeiten an Anlagen und Großgeräten, Nutzung spezieller Werkzeugmaschinen sowie die Verwendung von Gefahrstoffen 
  • Nutzung der persönlichen Schutzausrüstung 
  • Spezielle Hinweise für die Arbeitsbereiche 

Es stehen für folgende Bereiche Betriebsanweisungen zur Verfügung (nur für intern):

Technische Betriebsanweisungen:

Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe:

 

 

Jede Unterweisung ist zu dokumentieren und durch die Beteiligten zu unterschreiben. Dabei kann folgendes Formblatt verwendet werden:

Büro- und Bildschirmarbeitsplätze
Nach Absprache mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Landesunfallkasse Bayern, kann für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze das „Handbuch Arbeitssicherheit“ verwendet werden. Dieses sollte, wie in der wissenschaftlichen Praxis häufig üblich, als Umlaufmappe jedem Mitarbeiter des Lehrstuhls/der Professur zur Kenntnis gegeben werden. Eine Dokumentation ist in jeden Fall erforderlich. Das Handbuch Arbeitssicherheit wurde für jedes Gebäude separat angefertigt und besteht aus folgenden Inhalten:

Das Deckblatt zur Dokumentation ist entsprechend anzupassen. Ergänzend können natürlich weitere Hilfsmittel, z.B. Betriebsanweisungen oder Informationen der Homepage des Referats V/6 ergänzt werden.

 

Leitern und Tritte

Leitern und Tritte werden oft ohne Nachdenken benutzt, trotzdem sind sie ein gefährliches Arbeitsmittel. Auf Leitern ereignen sich nicht nur sehr viele, sondern auch sehr schwere Unfälle (z.T. mit bleibenden Körperschäden) und gelegentlich sogar tödliche Unfälle. Unsachgemäßer Gebrauch sowie die Wahl ungeeigneter Aufstiege sind die häufigsten Unfallursachen. So ereignet sich jeder 5. Unfall durch das übermäßige seitliche Hinauslehnen auf der Stehleiter. Weitere Unfallursachen liegen in dem ruckartigen Bewegen auf der Leiter, dem überhasteten Auf- oder Absteigen, dem nicht bestimmungsgemäßen Verwenden der Leiter (z.B. dem Benutzen einer Stehleiter als Anlegeleiter), sowie dem Umstürzen einer ungesicherten Leiter im Verkehrsweg [Merkblatt M12, Berufsgenossenschaft im Einzelhandel].

unfallstatistik

Unfallstatistik für Leitern [Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik, 2010]

 

Hinweise zur Benutzung von Leitern und Tritten:

  • Benutzen Sie keine ungeeigneten Aufstiege (Getränkekisten, Regale, Hocker, Stühle etc.).  
  • Führen Sie vor jeder Nutzung eine Sichtkontrolle durch, schadhafte Leitern/Tritte nicht mehr benutzen.
  • Besteigen sie Leitern nicht freihändig
  • Stellen Sie Leitern/Tritte nur auf festem Untergrund.
  • Lehnen sie sich auf der Leiter/Tritt nicht zu weit hinaus. 
  • Betreten sie Leitern nur mit geeignetem Schuhwerk. 
  • Steigen Sie von Stehleitern nicht auf höher gelegene Arbeitsplätze oder Regale über. 

 

Zusätzliche Informationen zu Leitern und Tritten sowie zur Prüfung der Arbeitsmittel finden sich u.a. in der berufsgenossenschaftlichen Vorschrift        GUV - V A3 “Leitern und Tritte“ oder auch den berufsgenossenschaftlichen Informationen GUV - I 8545 oder GUV - I 607.

 

Heben und Tragen

Das Heben und Tragen von Lasten zählt zu den Belastungsarten, auf die der menschliche Körper nur ungenügend eingerichtet ist. Die Belastung wirkt sich vornehmlich auf die Wirbelsäule, vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule aus. Dabei wird diese Belastung im Wesentlichen durch Gewicht und Anzahl der zu hebenden oder zu tragenden Gegenstände sowie durch die dabei eingenommene Körperhaltung bestimmt [BAuA, 2009]. Um diesen Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und den entsprechenden Erkrankungen vorzubeugen, fordert die Lasthandhabungsverordnung vom Arbeitgeber, geeignete Maßnahmen zu treffen oder geeignete Arbeitsmittel einzusetzen, um manuelle Lastenhandhabungen, die eine Gefährdung für die Gesundheit der Beschäftigten in sich bergen, zu vermeiden.

Weiterhin hat jeder Arbeitnehmer die Verpflichtung alles zu tun, um gefährliche Belastungen des Stütz- und Bewegungsapparates zu vermeiden. Es gilt daher, die eigenen Grenzen zu erkennen, sich selbst nicht zu überschätzen und handhabende Lasten nicht zu unterschätzen. Hierbei ist es wichtig, sich ggf. Hilfe zu holen oder sich auch selber helfen zu lassen. Auch die Verwendung von Hilfsmitteln, Transport- oder Hubwagen, ist zu berücksichtigen.

heben

Bei Hebe- und Tragearbeiten spielt die richtige Technik eine wesentliche Rolle zur Vermeidung von Überlastungen und Schädigungen, insbesondere der Wirbelsäule [BAuA, 2009].

Hierzu sind in der beigefügten Präsentation einige Hinweise aufgeführt

 

Heben und Tragen von Lasten

[LfAS, 2004]

Weitere Informationen können der aufgeführten Broschüre des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit entnommen.

Info der LGL

 

Prüfung elektrischer Betriebsmittel

Der Arbeitgeber ist verantwortlich für die Bereitstellung sicherer elektrischer Betriebsmittel. Zur Erhaltung des sicheren Zustandes dieser Arbeitsmittel sind wiederkehrende Prüfungen erforderlich. Diese werden durch die berufsgenossenschaftliche Vorschrift GUV – V A3 i. V. m. DIN VDE 0113 bzw.DIN VDE 0701/0702 geregelt.

Es wird dabei zwischen ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln und ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln unterschieden.

Zu den ortsfesten elektrischen Betriebsmitteln gehören Geräte, die nicht leicht bewegt werden können und i.d.R. über einen Starkstromanschluss verfügen. (Richtwert für die Prüffrist 4 Jahre, erfolgt durch eine Elektrofachkraft).

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel können während des Betriebs bewegt oder leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden. Dazu gehören z.B. Mehrfachstecker, Kabelverlängerungen, Büromaschinen sowie Wasserkocher und Kaffeemaschinen; im Werkstatt- und Laborbereich sind u.a. Handbohrmaschinen, Lötkolben, Rühr- und Heizgeräte zu nennen.

Für den Bürobereich werden durch die berufsgenossenschaftliche Vorschrift Prüffristen von 2 Jahren als Richtwert genannt.

An der Universität Augsburg wird die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel durch das Referat V/3, Geräte- und Informationstechnik, verantwortlich geregelt. Es wird dabei nicht nur die elektrische Sicherheitsprüfung durchgeführt, sondern auch insbesondere auf eine ordnungsgemäße Verkabelung geachtet (Vermeidung des Hintereinanderschaltens von Mehrfachsteckern). Bestehen elektrische Betriebsmittel die Prüfung nicht, werden die entsprechenden Geräte mit einem Warnhinweis versehen bzw. umgehend entfernt.

Als  Ansprechpartner stehen Mitarbeiter des Referats unter der

Telefon -5050 oder per Mail

sicherheitspruefungen@zv.uni-augsburg.de

zur Verfügung.

Weiter Informationen sind auch unter folgendem Link abrufbar:

http://www.zv.uni-augsburg.de/de/abt/abt5/info/ref3_s/

 

Folgende Übersicht zeigt eine Auswahl defekter elektrische Betriebsmittel, die Bilder wurden durch das Referat V/3 zur Verfügung gestellt:

16 18
26 8